Willkommen beim Verein Jagd und Bündnerheimat

Die etwas andere Vorstands-Sitzung

 

  Am Samstag, 15. Juli 2006 traf sich der komplette Vorstand pünktlich um Uhr 11:00, gemäss Einladung unseres Kameraden Hanspeter Feurer, in seiner Jagdhütte Rüti in Sennwald zur 4. Vorstandsitzung. Nach einem erfrischenden Apéro ging’s dann mit dem Staubern-Bähnli zur gleichnamigen Bergstation. Dort verpflegten wir uns erst mal richtig. Gestärkt vom feinen Essen ging’s dann zu Fuss auf dem „Grüeziwäg“ los Richtung Hohwacht, resp. Alp Rohr. Unterwegs an einem ruhigen Plätzchen hielten wir dann unter freiem Himmel unsere vierte Vorstandsitzung ab. Die Geschäfte waren schnell besprochen und so ging’s dann schon bald wieder weiter.


Urplötzlich bogen wir dann vom Wanderweg ab und Hanspeter führte uns eine steile Grashalde hoch zum höchsten Punkt unserer Wanderung. Der Aufstieg war sehr eindrücklich für die „nicht ganz schwindelfreien“ und anstrengend für unsere Senioren im Team. Aber alle kamen gut oben an und nun ging’s ja „nur“ noch bergab.






Kurze Zeit später trafen wir auf einer kleinen unbemannten Alp ein. Hanspeter hatte vorgesorgt und holte aus dem Milchkeller „suure Moscht, Chäs und Tschungga“ hervor. Wir verpflegten uns ausgiebig und genossen den wunderbaren Ausblick ins St. Galler Rheintal. Das herrliche Wetter lud geradezu ein, sich auch noch etwas zu Sonnbaden. Zum Dessert gab’s dann noch ein Schnäpsli aus dem Rucksack. Um Uhr 17:00 mussten wir aufbrechen und weiter Richtung Alp Rohr absteigen, mitten durch eine wunderbare Fauna und Flora. Wir waren jetzt mitten im Jagdgebiet von Hanspeter und hatten auch vereinzelt Gams-Anblick.

  Doch der Abstieg wurde schon kurze Zeit später wieder gebremst, denn die Sennerin der Alp Eiden wollte uns partout nicht ohne Most und frischen Alpkäse ziehen lassen. Der Käse war fantastisch und einige von uns deckten sich gleich mit ein paar Kilos davon ein. Nachdem wir uns im Hüttenbuch verewigt hatten, ging’s dann hinunter zur Alp Rohr, wo die Hirtinnen resp. Wirtinnen schon sehnsüchtig auf uns warteten! Der Abstieg ging recht in die Beine und so waren zum Teil schon die kleinsten Kieselsteine richtige Stolpersteine! Schon bald nach unserem Eintreffen wurde das Nachtessen serviert. Es gab Salat und feine Älpler-Maccaronen mit viel Zwiebeln. Anschliessend genossen wir das Hüttenleben mit guten Gesprächen und „Musik und Tanz“. Natürlich ging auch das eine oder andere „Rohrkafi“ und „Waldgeischtli“ über den Tisch.





An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an Hanspeter, der den ganzen Abend spendierte. Um Mitternacht machten wir uns dann schweren Herzens auf den Heimweg Richtung Rüti. Andri wohl noch etwas verwirt von den Sennerinnen, übte unterwegs noch einen Salto gestreckt mit anschliessender Rolle. Seine Stilnoten waren dann aber nicht wirklich berauschend. Zum Glück blieb es bei einer Schürfung. Glücklich, müde und schon fast wieder nüchtern erreichten wir dann um halb zwei Hanspeters Jagdhütte. Schon bald darauf machten wir uns dann bereit für die Nachtruhe. Da alle ziemlich auf den „Stümpen“ waren, war am Sonntagmorgen für einmal nicht so früh Tagwach. Hanspeter verwöhnte uns mit einem super „Zmorga“. Champagner und geräuchter Lachs, den Gerda von ihrer Tochter aus Amerika mitgebracht hat, waren nur einige der vielen leckeren Sachen auf dem Frühstücktisch.

  Anschliessend wurde noch ausgiebig diskutiert und das herrliche Sommerwetter genossen. Zirka um Uhr 16:00 löste sich die Gesellschaft auf und ein unvergessliches Wochenende mit einer etwas anderen Vorstandsitzung ging dem Ende entgegen. Nochmals herzlichen Dank an Hanspeter für die Organisation, Gastfreundschaft und die ausgezeichnete Verpflegung. Nach meinem Wissen sind alle gut zu Hause angekommen.














Marco Derungs
Präsident Verein Jagd + Bündnerheimat

 

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