Willkommen beim Verein Jagd und Bündnerheimat sausflug 16. Juli 2005

 

 

Zum 30 jährigen Jubiläum des Vereins JAGD + BUENDNERHEIMAT

machte der Verein einen Tagesausflug. Ich weiss nicht was man den Leuten noch bieten soll, nur gerade 16 Teilnehmer hatten sich zu dieser Jubiläumsreise angemeldet. Nichts desto Trotz hatten diese es lustig und es war für die heruntergekommenen Bündner eine Abwechslung  für einmal eine andere Gegend kennen zu lernen. Am morgen trafen wir uns beim Zürcher Carbahnhof, ein junger hervorragend fahrender Carchauffeur der Firma Riffel, fuhr uns zum Morgenessen vorerst einmal auf den Aussichtspunkt „Nollen„ im Thurgau.

Anschliessend ging es weiter ins Appenzeller Land zu einer Führung und Degustation des Appenzeller Alpenbitters. „Fö daa heeme zeescht dˆFroue möse frooge„ steht auf dem handgestickten Plakat im Besucherraum der Emil Ebneter & Co. AG in Appenzell geschrieben. Es waren die Chrüterwibli, die den jungen Emil Ebneter in die Geheimnisse des Alpenbitters einweihten. Diese „appenzöllische“ Frauenpower ging 1902 über die Bühne, als der 20 jährige Emil Ebneter seine Spirituosenhandlung gründete. Die Chrüterwibli machten ihre Sache so gut, dass diese Firma heute nicht nur immer noch besteht, sondern in den Händen der dritten Generation bestens floriert. Der Appenzeller Alpenbitter ist derzeit ein regelrechtes Kultprodukt. Was die Chrüterwibli dem jungen Emil ins Ohr geflüstert haben wissen heute nur gerade zwei Verwaltungsräte des Familienbetriebes, sie sind es welche allmonatlich nach Feierabend die 42 Wurzeln, Blätter, Rinden und Samen zusammen mischen. 

Nicht nur Gerda Rubli, unsere Vizepräsidentin, deckte sich nach dem Degustieren mit verschiedenen“ Gschänkli“ ein.

Nach einer Stunde ging es weiter im Programm, nach Meiningen ins nahe Österreich. Hier erwartete uns ein wahres Anglerparadies mit optimaler Wasserqualität und einer Fischbesatzung von Regenbogenforellen. Wir alle durften uns eine Angelrute, einen Sack für die eventuell gefangenen Fische, ein Döschen mit Köder (Mais oder Maden) fassen. So konnten wir gut ausgerüstet uns als Fischer ausprobieren. 


Es war ein riesen Gaudi: etliche suchten ihr Petri Heil eher in den Bäumen, ein anderer „Fischer„ bemerkte zu spät dass sein Silch stets auf Grund lag. Das Fangergebnis: 3 Forellen war zu wenig für unsere Mahlzeit, aber unser Präsident Marco Derungs hatte wohlweislich bereits ein anderes Mittagsmenü bestellt. Nach dem Kaffe und erfrischenden Fruchtsalat, brachen wir zur Weiterfahrt nach Malbun auf.

In diesem 1600 Meter hohen Bergdorf erwartete uns ein professioneller Falkner. Er gab uns eine besondere Flugshow mit seinen verschiedenen Greifvögeln zum Besten. Es war ein Nervenkitzeln, wenn die Falken mit einer Geschwindigkeit von 150 km/h über unsere Köpfe hinweg fegte. Man fühlte den kräftigen Flügelschlag des majestätischen Steinadlers, der mitten unter uns zum Landeanflug ansetzte. Vom lautlosen Flug der Schleiereule und diesem Anmut dieses edlen Tieres, wurden wir mit Faszination beflügelt. 


Mona, die Frau unseres Webmasters, durfte uns nach einer kurzen Einführung und dem bekommen der Ausrüstung (Falknerhandschuh), einen ausgebildeten Habicht vorführen.

Zum Abschluss gab es ein hervorragendes Nachtessen im Landgasthof Rössli in Tufertschwil. Mit der Heimfahrt durch das bizarre Toggenburg ging dieser wunderschöne Tag zu Ende.

Bea Fuchs

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