Bündner Jäger wollen keine Oktoberjagd

von VJBH Administrator erstellt am 07.03.2016

In ihrer Vernehmlassung hat sich die Jägerbasis kritisch mit der Revision des Jagdgesetzes auseinandergesetzt. Knapp 86 Prozent der Bündner Jäger lehnen die Ausdehnung der Jagd auf den Oktober ab. Dies hat eine Umfrage des Bündner Kantonalen Patentjägerverbands unter seinen über 6600 Mitgliedern ergeben. Die Umfrage wurde im Rahmen der Vernehmlassung zur Revision des Jagdgesetzes durchgeführt.

Das neue Gesetz will neben der Hochjagd im September zusätzlich eine bis zu viertägige Oktoberjagd auf Hirsch- und Rehwild einführen. Diese wurde letzten Sommer vom Grossen Rat beschlossen. Ziel der Oktoberjagd ist es, Druck von der Sonderjagd im November und Dezember zu nehmen. In der Verbandszeitung «Bündner Jäger» erklärt Verbandspräsident Robert Brunold, nach diesem klaren Votum der Jäger gegen die Oktoberjagd erwarte er, dass die Grossratsjägerfraktion nun die «nötigen Schritte für eine politische Korrektur» einleiten werde.

Für Promillegrenze und bleifreie Munition

Jäger sind für Promillegrenze Zustimmung findet die Revision des Jagdgesetzes in der Frage der Einführung einer Promillegrenze während der Ausübung der Jagd. 63,5 Prozent der Jäger sprechen sich dafür aus, dass auf der Jagd die gleichen Regeln bezüglich Alkoholkonsum gelten sollen, wie im Strassenverkehr.

Grundsätzlich befürwortet wird auch die geplante Einführung bleifreier Munition. 79 Prozent der Jäger stimmen einem solchem Obligatorium zu. Allerdings soll dieses erst erfolgen, wenn eine tiergerechte, bleifreie Munition zur Massenherstellung für das Kaliber 10.3 gefunden worden sei. Zustimmung erhielt auch die Abschaffung der Fallenjagd. 57 Prozent der Jäger sprechen sich dafür aus.

Quelle: Die Südostschweiz, 7. März 2016

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