Brief des Präsidenten Oktober 2015

von Walter Vaterlaus

Geschätzte Jagdkameradinnen und -kameraden
Stimos camarads chatschedras e chatscheders

Die Bündner Hochjagd 2015 ist schon wieder Geschichte. Jetzt sind die Steinbock- und die Niederjäger unterwegs. Gerne hoffe ich, dass auch sie mit schöner Beute nach Hause zurückkehren können. Wenige Tage nach Abschluss der Hochjagd war Jagdinspektor Georg Brosi mit der bisherigen Bilanz der Hochjagd „zufrieden“. Es gäbe regionale Unterschiede, und auf eine Sonderjagd könne man nicht verzichten. Vor allem im Prättigau, in der Surselva, in Mittelbünden und im Domleschg habe es einen hohen Wildbestand und dementsprechend auch viele Abschüsse gegeben. Nur im Schnitt lag die Abschussrate im Engadin. Aus diesen Worten ist zu schliessen, dass die angestrebte Zahl von 4‘975 Stück Rotwild klar verfehlt wurde und uns erneut eine happige Sonderjagd bevorsteht. Diese wird frisches Wasser auf die Mühlen der Jagdgegner giessen, denn die vom Grossen Rat geforderten vier zusätzlichen Jagdtage in der zweiten Oktoberhälfte kommen – wenn überhaupt – wohl erst 2017. Zudem braucht die Bündner Regierung für ihre Botschaft zur „Initiative für eine naturverträgliche und ethische Jagd“ mehr Zeit. Dem Vernehmen nach will sie u.a. eine Promillegrenze und die Einführung bleifreier Munition von sich aus ins Jagdgesetz aufnehmen.

„Die Zeit läuft der Jagd davon“, meint ein Forstingenieur in der aktuellen Ausgabe des „Schweizer Jägers“. Er warnt: „Die zunehmend verstädterte Bevölkerung wird die Jagd immer weniger verstehen und tolerieren.“ Gefordert sind damit nicht nur die Behörden, welche den Rahmen für ein modernes Wildtiermanagement vorgeben sollten, sondern vor allem auch wir Jägerinnen und Jäger. Es ist unsere Pflicht, anständig zu jagen und jede Gelegenheit zur Diskussion mit der nicht jagenden Bevölkerung wahrzunehmen. Die „Fundis“ werden wir dabei nicht von ihren irrigen Ansichten abbringen können. Umfragen zeigen jedoch, dass die grosse Mehrheit nicht grundsätzlich gegen die Jagd ist, aber schlicht zu wenig darüber weiss. Mit breiter Aufklärung und stichhaltigen Argumenten können diese oft von der Notwendigkeit der Jagd überzeugt werden – in unserem aller Interesse.

VJBH Jubiläumsausflug: Nasskaltes Vergnügen

Es brauchte schon sehr viel organisatorisches Pech, um in diesem tollen Sommer einen nasskalten und nebligen Samstag zu erwischen. So geschehen Mitte August am Jubiläumsausflug zum 40jährigen Bestehen des VJBH in den Tierpark Goldau, auf die Rigi und nach Luzern. Die VJBHler, die sich an diesem trüben Morgen im HB Zürich trafen, liessen sich deswegen die gute Laune nicht verderben. Im Tierpark Goldau wurde ihnen bei noch einigermassen trockener Witterung eine interessante Führung zu „Bär und Wolf“ geboten. Wer wusste schon, dass dort diese beiden Grossraubtiere friedlich vereint im gleichen Gehege leben? Beide haben derart grossen Respekt voneinander, dass sie friedlich auf Distanz bleiben und sich in Ruhe lassen. Ob dies ein Beispiel für künftiges Zusammenleben im Bündnerland ist…?  Während der Bergfahrt nach Rigi Kulm aber öffnete der Himmel alle Schleusen und dichter Nebel verhinderte jeden Blick ins Unterland. Gut, dass das feine Mittagessen nicht – wie vorgesehen – auf der Terrasse sondern im geheizten Lokal serviert wurde. Nach dem „Kafi Schnaps“ fuhr die Rigi-Bahn die Gruppe bei aufklarendem Wetter auf der anderen Seite hinunter nach Vitznau. Einer der prächtigen alten Raddampfer der Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee brachte die VJBHler nach Luzern. Nach einem Stadtrundgang – natürlich inklusive Gang über die historische Kapellbrücke – ging es mit der SBB zurück nach Zürich. Die Überraschung zum Schluss: Das vom Verein zur Verfügung gestellten Budget reichte aus, alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer gratis mitreisen zu lassen. Bilder zum Jubiläumsausflug gibt es hier→ (bei "Fotos" ganz runterscrollen).

Jetzt anmelden: VJBH Fondueplausch am 18. November 2015 in Zürich

FIGUGEGL - Fondue isch guet und git e gueti Luune! Unser traditioneller Fondueplausch findet in diesem Jahr in einem alteingesessenen Käserestaurant statt: in der Chässtube Rehalp in Zürich. Die Einladung mit den Details findet ihr hier→.

Willkommen Fabio Maurizio und Philipp Katumba

Bereits im Juni durfte der Vorstand Fabio Maurizio als neues Passivmitglied begrüssen. Fabio ist Mitglied der Sektion Bergell und wohnt in Dübendorf. In diesen Tagen traf zudem die Beitrittserklärung von Philipp Katumba als Passivmitglied ein. Der breiteren Jägerschaft wurde er durch einen Artikel in der „Südostschweiz“ bekannt, der auch auf unserer Website hier→ verfügbar ist. Weil Philipp, dessen Mutter aus der Ukraine und dessen Vater aus Uganda kommen, in der Unterländer Revierjagd keinen Jagdgötti fand, absolvierte er mit Erfolg die Bündner Jagdprüfung. Bei uns ist er selbstverständlich sehr willkommen und wir freuen uns, ihn kennenzulernen.

VJBH Website und Facebook immer aktuell

Dass sich die Website dank ihrer Aktualität grosser Beliebtheit erfreut, zeigen die Besucherstatistiken. In den letzten Wochen hat jedoch auch der integrierte Facebook→ Auftritt einen wahren Ansturm erlebt. Innert weniger Wochen stieg die Zahl der „Gefällt mir“-Freunde auf über 120, weit mehr als der VJBH Mitglieder hat. Die wenigsten davon sind denn auch Vereinsmitglieder. Ein Potenzial, das es auszuschöpfen gilt. 

Ich wünsche allen Kameradinnen und Kameraden eine gute Zeit und freue mich auf ein Wiedersehen am Fondueplausch.

Mit Weidmanns Gruss,

Walter Vaterlaus
Präsident Verein Jagd + Bündnerheimat

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