VJBH Jagdschiessen 2023: Derungs und Christoffel Meister

von Walter Vaterlaus

Marco Derungs (Hochjagd und Jagdmeister, rechts) und Andreas Christoffel (Niederjagd, links) heissen die Sieger des VJBH Jagdschiessens 2023, das erstmals seit dem Corona bedingten Unterbruch zusammen mit dem Vereinsschiessen des Glarner Jagdvereins auf deren Jagdschiessanlage Äschen oberhalb von Näfels GL durchgeführt werden konnte.

2019 hatte letztmals das beliebte VJBH Jagdschiessen auf der Anlage Büelen oberhalb von Meilen ZH anlässlich des öffentlichen Jagdschiessens der Jagdschützen Pfannenstiel stattgefunden. Danach verhinderten zuerst die Pandemie, dann der umweltbedingte Abbruch der Hasen- und der Taubenanlage weitere Durchführungen. Auf Vermittlung unseres Mitglieds Giusep Lutz und zustimmenden Diskussionen in den beiden Vereinsvorständen erklärte sich der Glarner Jagdverein bereit, uns anlässlich seines Vereinsjagdschiessens vom 24. Juni 2023 zu den gleichen Bedingungen Gastrecht zu gewähren. Mit einer Ausnahme: Die Bündner schiessen mit ihrem Kaliber 10,3 mm, die Glarner mit freiem Kaliber.

Verschiedene unglückliche Abwesenheiten auf VJBH Seite führten schliesslich dazu, dass lediglich sechs VJBHler ins Glarnerland fuhren und um die Titel des Hochjagd-, Niederjagd- und Jagdmeisters kämpften. Die Hochjagdmeisterschaft wurde, wie auch schon, von Marco Derungs vor Giusep Lutz und Fredi Derungs gewonnen. Bei der Niederjagd (Hase und Taube) schwang Andreas Christoffel obenaus. Auf den Ehrenplätzen folgten Marco Derungs und Fredi Derungs. Jagdmeister in der Kombination von Hoch- und Niederjagd wurde schliesslich Marco Derungs mit klarem Vorsprung vor Giusep Lutz und Fredi Derungs. Damit wechselten die bisherigen VJBH Wanderpreise ihre Hand.

Dass es nicht einfach war, mit der Bündner Waffe auf dieser naturnahen Schiessanlage mit von Hand gezeigter 10er-Wertung zu treffen, zeigt ein Blick in die Gesamtrangliste des Glarner Vereinsjagdschiessens mit den Rängen der VJBHler. Marco Derungs, schaffte es mit 80 von 100+ möglichen Punkten gerade noch auf den 16. Platz. Die übrigen VJBHler platzierten sich im hinteren Teil des Feldes. Gewonnen wurde der Wettkampf übrigens von einer Jägerin: Claudia Vogt erreichte 88.2 Punkte (0.2 für Mouchen) und verwies Franz Ruoss, den Gewinner des letzten Collani-Cups (!), und Ruedi Keller auf die Plätze. Beim Absenden im nahe gelegenen Bergrestaurant Äschen konnten die Gaben entgegen genommen und die freundschaftlichen Kontakte vertieft werden.

Aufgrund der sehr positiven Rückmeldungen der teilnehmenden VJBHler hat der Vorstand beschlossen, den Glarner Jagdverein für eine weitere Teilnahme unseres Vereins im kommenden Jahr anzufragen. Überdies soll an der nächsten GV die allfällige Kaliberfreigabe erneut diskutiert werden. Die Preise für die Bündner Munition steigen weiter, und selbst im Bündnerland haben die meisten Jagdschiessen das Kaliber in der Zwischenzeit freigegeben, um wieder mehr Jägerinnen und Jäger anzulocken.

Die Rangliste des Vereinsjagdschiessens 2023 des Glarner Jagdvereins und des VJBH findet man in der Anlage oder hier⇒.

Zurück

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte rechnen Sie 7 plus 8.